Polypropylen ist eines dieser vielseitigen Polymere, die uns überall umgeben.
Es erfüllt eine doppelte Funktion: als Kunststoff und als Faser.
Als Kunststoff wird er unter anderem zur Herstellung von spülmaschinenfesten Lebensmittelverpackungen verwendet.
Dies ist möglich, da er unterhalb von 160 °C nicht schmilzt.
Polyethylen, ein weit verbreiteter Kunststoff, erwärmt sich auf etwa 100 °C, was bedeutet, dass sich Teller aus Polyethylen in der Spülmaschine verformen würden.
Als Faser wird Polypropylen zur Herstellung von Teppichen für den Innen- und Außenbereich verwendet – also genau die Art von Teppichen, die man häufig rund um Schwimmbäder und Minigolfplätze findet.
Es eignet sich gut für Teppiche im Außenbereich, da sich Polypropylen leicht in verschiedenen Farben herstellen lässt und im Gegensatz zu Nylon kein Wasser aufnimmt.
Strukturell handelt es sich um ein Vinylpolymer, ähnlich wie Polyethylen, nur dass an einen der Kohlenstoffatome der Monomereinheit eine Methylgruppe gebunden ist. Polypropylen kann aus dem Monomer Propylen, durch Ziegler-Natta-Polymerisation und durch metallocenkatalysierte Polymerisation hergestellt werden.
