Chemisches Risiko im Labor

Chemisches Risiko im Labor

Unter „chemischem Risiko“ versteht man ein Risiko, das durch den Kontakt (direkt, durch Handhabung, Einatmen usw.) mit chemischen Stoffen entsteht.

Das Königliche Dekret 374/2001 über den Schutz der Gesundheit und Sicherheit der Arbeitnehmer vor Risiken durch chemische Arbeitsstoffe am Arbeitsplatz definiert einen chemischen Arbeitsstoff als jeden chemischen Stoff oder jede chemische Verbindung, allein oder in einer Mischung, wie er in seinem natürlichen Zustand vorliegt oder während der Arbeit hergestellt, verwendet oder freigesetzt wird.

Ausstellung

Das Risiko kann mit jeder Tätigkeit verbunden sein, bei der mit chemischen Stoffen umgegangen wird.

Chemikalien und Gesundheit

Der Kontakt mit Chemikalien kann zu einer Vergiftung führen; diese wird definiert als „Gesamtheit der klinischen Symptome und Anzeichen, die auf die Wirkung einer toxischen Substanz zurückzuführen sind“. Der Schweregrad einer Vergiftung durch eine chemische Substanz hängt von folgenden Faktoren ab: der Toxizität der Substanz, ihrer Konzentration in der Umgebung, der Expositionsdauer und dem biologischen Zustand der betroffenen Person.

Der giftige Stoff muss im Körper eine Reihe von Stoffwechselprozessen durchlaufen, damit von einer Vergiftung gesprochen werden kann (ADAME-Regel):

  • Absorption
  • Vertrieb (oder Transport)
  • Akkumulation (oder Lokalisierung)
  • Metabolisierung (Biotransformation)
  • Entsorgung

Chemisches Risiko im LaborNur durch den Abbau von Giftstoffen oder den Nachweis ihrer Metaboliten lässt sich feststellen, ob eine Exposition gegenüber einem giftigen Stoff stattgefunden hat oder nicht. Derzeit gibt es 45 Substanzen, deren Metaboliten in biologischen Proben wie Blut, Urin und Ausatemluft gemessen werden können.

Im Jahr 2011 wird die Abteilung für Gesundheitsüberwachung des Präventionsdienstes der ULE ein Verfahren einführen, das es ermöglicht, bei Bedarf die entsprechenden Laboruntersuchungen durchzuführen, um diese möglichen unerwünschten Expositionen festzustellen.

Umgang mit Chemikalien

Der Umgang mit Chemikalien setzt die Kenntnis ihrer Gefahren voraus. Zu den Vorgängen, die Gefahren mit sich bringen können, gehören:

  • Umfüllung und Verwendung von Produkten im Allgemeinen
  • Lagerung von Produkten
  • Be- und Entladevorgänge
  • Verkehr

Bei jedem dieser Vorgänge muss die Verträglichkeit der Produkte berücksichtigt werden; davon hängen deren Handhabung, Transport und Lagerung ab.

BITTE BEACHTEN SIE:

• Verwenden Sie stets die für den jeweiligen Arbeitsvorgang und die verwendeten Produkte geeignete persönliche Schutzausrüstung (PSA). Diese wird vom Arbeitsschutzdienst gemäß der Norm UNE-EN 374-3:2000/AC:2006 zum Schutz vor chemischen Gefahren bereitgestellt.

• Verwenden Sie stets Abzüge für alle Arbeiten, bei denen hochgiftige, krebserregende, teratogene, mutagene und allergene Stoffe gehandhabt werden, sowie für Arbeiten, bei denen Dämpfe entstehen oder flüchtige Stoffe gehandhabt werden.

• Arbeiten Sie stets bei eingeschalteten Absaug- und mechanischen Luftaustauschsystemen.

• Die Lagerung von Produkten muss in den dafür vorgesehenen Bereichen erfolgen. Große Mengen können in den für diesen Zweck vorgesehenen Gemeinschaftsbereichen gelagert werden.

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