Thermoformen: Ein Verfahren, bei dem eine flache Folie aus thermoplastischem Material verwendet wird, um ihr die gewünschte Form zu geben. Das Verfahren wird in der Verpackung von Konsumgütern häufig eingesetzt, um große Artikel wie Badewannen und große Kuppeln herzustellen 
für Oberlichter und Innenverkleidungen von Kühlschränken.
Das Thermoformen besteht aus zwei Hauptschritten: Erwärmen und Formen.
Die Erwärmung erfolgt in der Regel mittels elektrischer Heizstrahler auf einer oder beiden Seiten der Ausgangsfolie aus Kunststoff in einem Abstand von etwa 125 mm. Die Dauer des Erwärmungszyklus muss ausreichend sein, um die Folie zu erweichen, wobei dies vom Polymer, ihrer Dicke und Farbe abhängt. Die Formgebungsverfahren lassen sich in drei grundlegende Kategorien einteilen:
1) Vakuum-Thermoformen.
2) Druckthermoformen.
3) mechanisches Thermoformen.
Verfahren zur Umformung von Blechen:
Vakuum-Thermoformen
Die älteste Methode ist das Vakuumthermoformen (in der Fachsprache einfach als „Vakuumformen“ bezeichnet).
Anfänge, in den 1950er Jahren), bei dem Unterdruck zum Aufbringen der vorgewärmten Folie eingesetzt wird
im Inneren des Formhohlraums. Der Vorgang wird in Abbildung 2.57 in seiner grundlegendsten Form erläutert. Die Vakuumlöcher in der Form haben einen Durchmesser von etwa 0,8 mm, sodass ihre Auswirkungen auf die Oberfläche des Kunststoffs gering sind.
Thermisches Formpressen
Eine Alternative zum Vakuumformen ist das Einsatz von Überdruck, um den heißen Kunststoff in den Formhohlraum zu pressen. Dies wird als Druckthermoformen oder Blasformen bezeichnet; der Vorteil gegenüber dem Vakuumformen besteht darin, dass höhere Drücke erzeugt werden können, da dieser Parameter beim Vakuumformen auf einen theoretischen Höchstwert von einer Atmosphäre begrenzt ist.
Üblich sind Formdrücke von drei bis vier Atmosphären. Der Prozessablauf ist ähnlich wie oben beschrieben, mit dem Unterschied, dass das Blech von oben in den Formhohlraum gepresst wird. Durch die Entlüftungslöcher in der Form kann die eingeschlossene Luft entweichen.
Mechanisches Thermoformen
Das dritte Verfahren, das sogenannte mechanische Thermoformen, nutzt ein Formpaar (Positiv- und Negativform), das auf die erhitzte Kunststofffolie oder -platte gedrückt wird, wodurch diese die Form der Formen annimmt. Beim reinen mechanischen Formverfahren kommen weder Vakuum noch Luftdruck zum Einsatz.
Anwendungen:
Das Thermoformen ist ein Sekundärprozess; der Primärprozess ist die Herstellung der Folie oder des Films. Es können ausschließlich Thermoplaste thermogeformt werden, da extrudierte Folien aus Duroplasten oder Elastomeren quervernetzt sind und sich durch Erhitzen nicht erweichen lassen. Gängige thermogeformte Kunststoffe sind Polystyrol, Celluloseacetat und Cellulosebutyratacetat, ABS, PVC, Acryl (Polymethylmethacrylat), Polyethylen und Polypropylen.
